Kantorei-Fahrt nach Nürnberg St. Sebald Ende September 2026

Kantorei Traunstein in St. Sebald
Bildrechte Bertelshofer

25.-27.09.2026
Freitagnachmittag, Sonnenschein, freudig ausgelassene Stimmung: 50 Sängerinnen und Sänger der Kantorei Traunstein versammeln sich auf dem Martin-Luther-Platz in Traunstein vor der Auferstehungskirche und warten auf den Reisebus.
Es geht auf zur Fahrt nach Nürnberg, nach mehreren Jahren endlich wieder ein Chorausflug. Ziel ist die Sebalduskirche, eine der „großen“ evangelischen Kirchen Bayerns. Für eine evangelische Kantorei im überwiegend katholischen Oberbayern ist das ein besonderes Ereignis und lässt die Vorfreude mit jedem zurückgelegten Kilometer auf der Autobahn wachsen.
Nach der der sicheren Ankunft in Nürnberg durch das Busunternehmen Marx ging es auch schon gleich los mit einem sehr exklusiven Programmpunkt. Die Besteigung des Südturms der Sebalduskirche bei Nacht, ja sogar bei Vollmond. Bereichert durch die interessanten Erzählungen und Erklärung rund um das Kirchengebäude durch Kantor Alexander Rebetge wurde dieser Aufstieg sogleich zu einem der eindrucksvollsten Ereignisse des Wochenendes.
Am Samstag wurde schließlich geprobt. Immerhin war der zentrale Auftritt die musikalische Gestaltung des Hauptgottesdienstes am Sonntag um 10 Uhr. Wir konnten zur Probe im dekanatlichen Haus „haus eckstein“ unterkommen und dort einige Stunden konzentriert arbeiten. Gerade die Ferne zum sonstigen Alltag der Sängerinnen und Sänger macht Veranstaltungen und Proben wie diese so wertvoll. 
Nach einem „freien“ Nachmittag rückte schließlich auch schon die Probe in der Kirche zusammen mit der Orgel näher. Es galt das Magnificat in C von Ch. V. Stanford zusammen mit Alexander Rebetge zu proben. Nach einiger Zeit im Kirchenraum hatte sich der Chor um Kantor Matthias Bertelshofer auch die veränderten akustischen Bedingungen gewöhnt. Der Größenunterscheid zur Auferstehungskirche in Traunstein ist doch enorm.
Und so konnten wir die Reise mit viel erhebender Musik im Gottesdienst am Sonntag abschließen. Der 100. Psalm, op. 69,2 von Mendelssohn, „Preis und Anbetung“ von J. G. Rheinberger sowie „Wo Engelsstimm im Lied erschallt“ von Tschaikowski standen auf dem Programm.
Am Ende, nach der Ankunft in Traunstein am Sonntagabend stellte sich schließlich nur eine Frage: wohin geht’s als nächstes?

Gez. Matthias Bertelshofer, 30.09.2026